X

Cart

Menu

Antipasti – mehr als nur eine Kleinigkeit

Die kleinen, leckeren Antipasti serviert auf einer rustikalen Holzplatte oder in den hübschen Weck-Gläsern sind bei einer Feier unentbehrlich. Seitdem italienische Vorspeisen Einzug in die deutsche Küche fanden, kann die Zeit bis zur Hauptspeise nicht einfach nur überbrückt werden – Antipasti sind kleine geschmackliche Explosionen und das trotz minimalen Aufwand.

Als ich vor circa 20 Jahren meine erste deutsche Party besuchte, fragte ich meine Begleitung, ob es hier auch etwas zu essen gäbe. Die Begleitung zeigte auf Chips, Bier und Nudelsalate, die ich übrigens immer noch nicht verstehe, und meinte, das sei Essen. Obwohl ich aus einem Land kam, wo es zu dem Zeitpunkt noch nicht Mal Supermärkte gab, war ich … hmmmmm… not amused.

Die Tradition meine Gäste zu mästen, ist in mir verwurzelt, ich kann sie nicht ablegen – auf meinem Tisch stehen Vorspeisen, Hauptgericht und immer ein kleines Dessert. Bei diesem Umfang sollen die Speisen also leicht sein, sodass die Gäste bis zum Dessert überleben und in entspannter Atmosphäre, die Gesellschaft genießen.

Partyrezepte zum Vorkochen – Antipasti
© Kateryna Kogan

Als ein langsamer Mensch, mag ich keinen Stress. Für solche Menschen wie mich, gibt es nur eine Lösung – Antipasti vorbereiten. Leckere, kleine, bunte Häppchen sehen auch nach einer kurzen Wartezeit im Kühlschrank nicht nur gut aus, sie schmecken nach der Ziehzeit sogar besser. Während also die ersten Gäste eintrudeln, und ich nur mit einem geschminkten Auge stehe, stehen sie schon auf dem Tisch.

Das einfachste, was man machen kann, ist natürlich eine Wurst- und Käseplatte. Bei mir muss es aber gleichzeitig leicht und umfangreich sein, denn die Hauptspeise fällt in der Regel etwas mächtiger aus.  Zusätzlich passen meine Antipasti zu jedem Geschmack, jeglicher Unverträglichkeit und Esseneinstellung. Lactose- und Glutenfrei, vegan und vegetarisch, plastikfrei und gut für die Umwelt – alles wird bedient.

Weg von Champignons hin zu echten Pilzen – Shiitake und Austern mit Petersilie

Shiitake und Austern haben im Gegensatz zu Champignons Geschmack und die frisch geschnittene Krausepetersilie unterstreicht ihn zusätzlich.

Zutaten für 6 Personen:
300 g Shiitake oder/und Austernpilze
eine Handvoll geschnittene Krausepetersilie
etwas Öl zum Braten
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Normalerweise kommen Shiitake und Austernpilze sauber in den Handel. Falls Du aber auf Nummer sicher gehen willst, hilft Dir eine Pilzbürste* oder ein Stück Küchenpapier.

1. Am liebsten brate ich die Shiitake und Austern in der Pfanne bei mittlerer Hitze an. Hitze die Pfanne nicht zu heiß auf, gieße etwas Öl hinein und brate die Pilze an. Gib den Pilzen genug Platz in der Pfanne, denn wenn sie übereinander liegen, braten sie nicht gleichmäßig, geben die gesamte Feuchtigkeit ab und kochen anschließend im eigenen Sud.

2. Wenn die Pilze weich genug sind – hier musst Du Dich auf Deinen eigenen Geschmack verlassen -, nehme sie aus der Pfanne raus, lege sie in eine Schüssel, vermische mit geschnittener Kräuterpetersilie und füge noch einen Schuss des guten Olivenöl hinzu.

3. Wenn Du eine größere Portion zubereiten möchtest, dann vermische frische Shiitake und Austernpilze mit Olivenöl und breite sie auf einem Backblech aus. Backe sie anschließend bei 160 °C ca. 25-30 Minuten.

Partyrezepte zum Vorkochen – Antipasti
© Kateryna Kogan

Karamellisierte Tomaten – Süßstoff Italiens

Jeder weiß, dass Tomaten eigentliche Früchte und kein Gemüse sind. Wer eine Karamellkruste haben möchte, muss erst etwas Puderzucker im Öl schmelzen lassen. Ich bin an dieser Stelle etwas faul und ich denke, dass wir nun eine Sprache sprechen, oder? 😉

Zutaten für 6 Personen:
500 g kleine Kirschtomaten
1 TL Zucker
etwas Öl zum Braten
Salz und Pfeffer

optional:
Knoblauchöl

Zubereitung:
1. Etwas Öl in der Pfanne erhitzen und in Hälfte geschnittene Kirschtomaten hineinlegen. Ich schneide die Tomaten auf, so können sie etwas von ihrem Saft und ihrer Süße abgeben. Nun den Zucker hinzugeben und die Tomaten in der Pfanne gut schwenken. Salzen und pfeffern nicht vergessen. In ca. 8-10 Minuten ist die Vorspeise fertig.

2. Anschließend serviere ich die Tomaten in den kleinen schicken Weckgläsern*, mit selbst gemachten Knoblauchöl oder in einer schnellen Variante der Knoblauch-Öl Mischung. Das selbst gemachte Knoblauchöl sorgt jedoch im Gegensatz zu der schnellen Variante für einen frischeren Atem 😉

Eine andere Version der Tomaten findest Du übrigens hier – das Rezept der im Backofen getrockneten Tomaten ist der Hit in meinem Blog!

Partyrezepte zum Vorkochen – Getrocknete Tomaten aus dem Backofen
© Kateryna Kogan

Antipasti-Klassiker – Spitzpaprika im Knoblauchöl

Spitzpaprika ist eine günstigere Alternative zu der herkömmlichen runden Variante. Dabei ist sie nicht weniger schmackhaft und lässt sich nach dem Backen viel einfacher von der Haut befreien.

Zutaten für 6 Personen:
6 Spitzpaprika
Olivenöl
2 Knoblauchzehen
Salz

optional:
Knoblauchöl

Zubereitung:
1. Paprika waschen und bei 180°C in den Backofen legen. Du musst sie vorher weder einölen noch salzen – die Haut geht später eh ab. Paprika so lange backen, bis die Haut platzt oder dunkelbraun wird. Das kann bis zu 30 Minuten dauern.

2. Hol sie anschließend aus dem Backofen und leg sie in eine emaillierte* oder eine Schüssel aus Edelstahl* und bedecke sie mit einem großen Teller – bitte, kein Plastik, da es bei hohen Temperaturen giftige Stoffe ins Essen freisetzt.

3. 10 Minuten liegen lassen und die Haut abziehen. Damit Du Dir dabei die Finger nicht verbrennst, kannst Du die Paprika vorher ganz kurz in eine Schüssel mit kaltem Wasser legen – das erleichtert auch das Abziehen der Haut. Geputzte Paprika auf einen Servierteller legen, mit Olivenöl und gepressten Knoblauch mischen. Wie auch im Rezept vorhin – für weniger Knoblaucharoma sorgt selbst gemachtes Knoblauchöl.

Eine echte Überraschung – Auberginen mit Minze

Seitdem ich weiß, wie Auberginen gut gelingen, dürfen sie auf meinem Partytisch nicht mehr fehlen. Das Rezept dieser Auberginen stammt aus dem Jamie Oliver Kochbuch „Genial Italienisch“ und sie sind wirklich genial! Das Rezept samt Anleitung zum guten Gelingen findest Du hier.

Partyrezepte zum Vorkochen – Bruschetta mit Auberginen und Minze 
© Kateryna Kogan

Vielleicht ist Dir aufgefallen, dass ich sehr oft mit Tomaten koche. Ich bin aber ein offener Mensch. Wirklich. Das heißt, ich bin offen für Vorschläge und Änderungen. Welche Antipasti machst Du? Wie servierst Du sie? Was sind Deine absolute Favoriten? Ich bin auf Deinen Kommentar gespannt und freue mich auch riesig (ganz und gar!), wenn Du mir schreibst, ob Du diese Antipasti zubereitet hast und wie sie Dir geschmeckt haben.  


____________________________________
*Affiliate Link (ich bekomme eine Provision beim Kauf, für dich ändert sich nichts)

« Previous Post
Next Post »

Leave a Reply

Copyright

Alle Bilder und Texte in diesem Blog unterliegen dem Urheberrecht und dürfen nicht ohne meine ausdrückliche Zustimmung veröffentlicht oder verwendet werden.

All images are © Kateryna Kogan and cannot be used without permission. If you would like to feature my photos or writing on your website or blog, please contact me first to ask for permission.