Leckeres, leichtes Möhrenpesto

Nach einer kurzen Pause komme ich mit einem leckeren Rezept – dem Möhrenpesto. Heute nennt man alles, was im Mixer zerkleinert wird, Pesto. Möhrenpesto gehört auch dazu und ist eine weitere Abwandlung des italienischen Klassikers Pesto alla genovese. Dabei schmeckt es leichter, hat einen weicheren Geschmack, der sehr dezent die Möhren rausschmecken lässt.

Meine Mutter brachte mir viele frische junge Möhrenblätter, die ich noch nicht Mal von Stängeln abzupfen musste. Nach einem ausgiebigen Waschen habe ich dieses Pesto genau so zusammengemischt, wie wir das von Basilikumpesto kennen. Ich empfehle Euch nur die Bio-Möhren mit Grün zu verwenden und falls Ihr keinen jungen Exemplare bekommt, die Blätter von Stängeln abzuzupfen.

Kein Essen im Müll – Zutaten für das Möhrenpesto
© Kateryna Kogan

Ich muss zugeben, dass ich das Pesto nach Geschmack gemacht habe, die Angaben sind also nicht zwingend. Probiert es aus.

Zutaten:
zwei Bündel Möhrenblätter
50 g Pinienkerne oder Mandelblätter
100-150 ml gutes Olivenöl
50 g Parmigiano Reggiano
3-4 Zehen Knoblauch
etwas frisch gepressten Zitronensaft

Zubereitung:
Bei meiner ersten Beschreibung des Basilikumspesto hatte ich genug Zeit, um die Pinienkerne in einem Mörser zu zerkleinern. Heute bin ich entweder faul oder pragmatisch geworden. Wer etwas Pragmatismus aus sich rausholen möchte (und den Mörser in den Schrank stellen), der schenkt sich an dieser Stelle etwas Rotwein ein und fängt an. Wir haben eh genug zu tun.

Wenn das Pesto sofort verzehrt werden soll, ist ein gutes Olivenöl sehr wichtig. Sollte es noch länger im Kühlschrank stehen, geht das gesamte Öl-Aroma weg. Das solltet Ihr bedenken.

Im ersten Schritt schwenken wir die Pinienkerne ganz kurz in einer heißen Pfanne, gerade so lang, dass sie ihr Aroma entfalten. Dann lassen wir die Kerne abkühlen, denn nur so, verwandeln sie sich im Mixer nicht zu einer dampfenden Masse (zwar nicht kritisch, macht aber die Sauce etwas zu warm).

Im nächsten Schritt zupfen wir die Möhrenblätter ab, dann waschen wir sie ausgiebig und trocknen in einer Salatschleuder. Eine Freundin sagte mir Mal: „Wie? Du hast keine Salatschleuder??“ Das war vor ca. 10 Jahren und ich wusste noch nicht Mal, was eine Salatschleuder ist.

Möhrenpesto
© Kateryna Kogan

Jetzt gehen wir zum Parmigiano Reggiano rüber. Ich reibe ihn immer auf einer feinen Microplane-Reibe. Die Mischung, die ich aus dem Mixer bekomme, gefällt mir gar nicht, daher muss man hier schon etwas Kraft einsetzen.

Möhrenblätter in den Mixer legen und mit Olivenöl übergießen. Muss nicht alles auf einmal sein, doch wenn man viel Öl sofort drüber gießt, dann zerkleinert der Mixer die Blätter nicht zu fein und die Blätter behalten noch etwas von ihrer Struktur.

Möhren-Öl-Mischung in einen größeren Behälter geben und die restlichen Zutaten hinzufügen – zedrückten Knoblauch, Pinienkerne und zum Schluss Parmigiano, womit wir den Geschmack abrunden. Sollte das Pesto nicht salzig genug sein, etwas Salz oder Parmigiano dazugeben. Ich salze ihn ausschließlich mit Parmigiano.

Falls Euch, wie mir, der Geschmack nicht abgerundet vorkommt, fügt noch etwas frischgepressten Zitronensaft hinzu.

Mit frischem Weißbrot, Mozzarella di Bufala und getrockneten Tomaten ist es ein Gedicht!

Guten Appetit!

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