Pfannkuchenteig einfach und schnell

Pfannkuchenteig zubereiten, kann zu einer Königsdisziplin werden. Die russisch-otrhodoxe Kirche feiert eine Woche vor der orthodoxen Fastenzeit einen Fest Namens „Masleniza“ (Butterwoche) und in dieser Zeit werden Pfannkuchen bzw. die russische Version Blini von morgens bis abends gebacken und verzehrt.  Ich bin ein großer Fan von Pfannkuchen – vor allem, wenn jemand sie für mich macht. Lange konnte ich DAS Rezept nicht finden, das jegliche Kriterien eines perfekten Crepe erfüllt – schnelle Zubereitung, dünner Boden und durchbackene Pfannkuchen.

Leckere Pfannkuchen schnell und einfach – so geht’s
© Kateryna Kogan

Bei diesem Rezept brauchst du 40 Sekunden (ja-ja, ich bin sehr genau) pro Seite. Und das ist das schnellste Pfannkuchen Rezept, was ich bis jetzt gefunden habe (bin aber offen für Vorschläge).

Pfannkuchenteig Grundrezept – leckere Pfannkuchen schnell gemacht
© Kateryna Kogan

Zutaten für 3-4 Personen:
320 g Mehl
4 Eier
750 ml Milch
4 EL Raps- oder Sonnenblumenöl

Zum Abschmecken und Braten:
2 EL Öl zum Braten
1/2 Kartoffel zum Bestreichen der Pfanne
etwas Salz und Zucker

optional:
Heidelbeeren
Puderzucker
Karamellsauce

Zubereitung Pfannkuchenteig:

Verquirle in einer Schale Eier mit Milch, etwas Salz und Zucker. Siebe beim ständigen Rühren mit dem Schneebesen Mehl in zwei-drei  Gängen in die Eier-Milch-Mischung hinein und lass die Schale anschließend bei Raumtemperatur für 30 Minuten stehen.

Nachdem der Pfannkuchenteig etwas ruhte, erhitze 4 EL Öl in einer Pfanne und gieße es anschließend in den Teig rein, rühre ihn dabei kräftig mit dem Schneebesen um, bis sich die Maße mit dem Öl richtig gut vermischt hat. Mit diesem Trick wird der Teig beim Backen nicht am Pfannenboden kleben und die Crepes werden schnell fertig.

Ich verwende trotz Öl, noch etwas Fett zum Braten. Dafür nehme ich eine rohe Kartoffel, schäle sie, schneide in zwei Hälften und spieße sie mit einer Gabel auf. Das ergibt eine Art Pinsel. Natürlich kannst du einen Küchenpinsel benutzen, doch ich bevorzuge diese Methode, weil ich sie sehr praktisch und bequem finde.  1-2 EL Öl in einer Tasse reichen zum Einölen der Pfanne. Jedes Mal bevor du etwas Pfannkuchenteig in die Pfanne gießt, tupfe die Kartoffel in das Öl, öle die Pfanne ein, vor allem die Kanten, und gieße erst dann den Pfannkuchenteig rein.

Sicheres Rezept für leckere Pfannkuchen
© Kateryna Kogan
Eine kleine Pfannenkunde:

Die Pfanne muss beim Backen eine permanent hohe Temperatur halten. Wenn der Boden millimeterdünn ist, wird er zwar sehr schnell heiß, dafür muss aber das Herd auf Hochtouren laufen – der Boden hält die Hitze nicht. Die Pfannen mit dem dicken Boden, halten sie und sparen dadurch Strom.

Bei der Auswahl meiner Pfannen hatte ich drei Kriterien:

  1. dickerer Boden – damit die Hitze länger hält
  2. leichtes Gewicht – ich muss die Pfanne mit einer Hand heben können
  3. keine Wölbungen mehr – durch den dünnen Boden wölbten meine alten Pfannen, also musste ich sie in regelmäßigen Abständen von 1-2 Jahren austauschen. Wer spart, gibt doppelt Geld aus… Preis/Leistung Verhältnis musste stimmen.

Nach einer kurzen Beratung besitze ich nun zwei Pfannen:

Eine große aber leichte 28 cm Fissler Max Comfort Pfanne mit dem thermotech-plus Boden*, der die Hitze gut hält. Ich benutze sie vor allem, wenn ich für die ganze Familie koche. Die Ränder sind hoch genug, damit beim Wenden nichts herausfällt. Sie ist groß, hier passt locker ein Omelett oder Pasta für 3-4 Personen. In ihr backe ich gerne die Pfannkuchen, weil ich dann schneller den Teig weg habe.

Die zweite Pfanne ist mein absoluter Liebling – klein, leicht, bequem, lässt sich einfach verstauen, waschen, pflegen etc. Die Berndes Schmorkasserolle* hält die Hitze unbeschreiblich gut, man muss mit ihr aber etwas vorsichtig sein. Sie ist wie ein guter scharfer Messer – schneidet perfekt, man muss sich aber erst mit der Handhabung vertraut machen, damit man sich nicht den Finger abschneidet. Aber einmal ausprobiert, möchte man das nicht mehr missen.

Pfannkuchen backen:

Mit einem Schöpflöffel lässt sich der Pfannkuchenteig am besten verteilen. Gib in eine heiße Pfanne bei hoher Hitze den Teig rein und verteile ihn mit leichten aber schnellen Schwenkbewegungen gut über die gesamte Fläche. Die erste Seite muss nach ca. 40 Sekunden fertig sein. Ja ich zähle tatsächlich 🙂 Dann dreh die Crepe mit einem Holzwender auf die andere Seite um und zähle noch Mal 40 Sekunden. Achte beim gesamten Vorgang auf die Hitze, reduziere sie hin und wieder Mal wenn’s nötig ist, damit die Crepes nicht anbrennen.
Lege die fertigen Crêpes auf einen großen Teller und decke sie zu, damit sie nicht kalt oder hart werden. Ich nehme für solche Zwecke den einfachen Mikrowellendeckel. Normalerweise bestreiche ich die Pfannkuchen, direkt nach dem ich sie aus der Pfanne auf einen Teller gleiten lasse, mit etwas Butter. Hier ist es nicht notwendig, da bereits genug Fett im Pfannkuchenteig ist, ich mache es trotzdem.

Ich habe diesen Prozess sehr detailliert beschrieben, doch zusammengefasst ist es ganz easy: Teig zubereiten – Pfanne richtig aufheizen und mit „Kartoffelpinsel“ einölen – Teig reingießen – Crêpe wenden – auf den Teller legen – zudecken – den Vorgang wiederholen, bis der Teig alle ist.

Nun kommen wir zum besten Part – essen! Mit Puderzucker schmecken diese Crêpes hervorragend. Frische Heidelbeeren geben etwas Säure. Wer aus den herkömmlichen Pfannkuchen ein romantisches Dessert zubereiten möchte, kann mit dem Clementinen Curd die Liebste oder den Liebsten richtig überraschen. Vor allem im Winter eignet sich Clementinen Curd besser, da die Zitrusfrüchte ihre Hochsaison feiern.

Viel Spaß beim Nachkochen!

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* = Affiliate Link

5 Gedanken zu „Pfannkuchenteig einfach und schnell

  1. Pfannkuchen lassen sich am besten mit der – wie schon beschrieben – richtigen Pfanne und statt mit Butter mit einem geschmacksneutralen Oel – z. B. Sonnenblumen- oder Disteloel – backen! Das kann man sehr gut auf hohe Temperatur erhitzen und es verbrennt im Gegensatz zur Butter nicht!

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    1. Das ist richtig, Armina. Ich bin es gewohnt in einer normalen Pfanne Pfannkuchen zuzubereiten, da ich es nicht anders kenne. Und beim Öl ist die Auswahl ganz klar – nur Bratöl. Ich nehme normalerweise Olivenöl. Sonnenblumenöl war mir nicht geschmacksneutral genug.

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